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Hypnose
Häufige Fragen zur Hypnose
Vielfach existieren falsche Vorstellungen über Hypnose und Hypnosetherapie. Im Folgenden sollen häufig gestellte Fragen beantwortet werden.
Wie lange existiert Hypnose?
Bereits 2000 vor Christus wurde die Hypnose von Priestern im antiken Griechenland erfolgreich eingesetzt. Aus dem antiken Ägypten gilt das Papyrus Eber (circa 1500 v.Chr.) als ältestes schriftliches Zeugnis für hypnotische Induktionstexte. Der Tempelschlaf aus Ägypten (Isis- und Serapis-Kulte) und Griechenland (Asklepios-Kult) wurden als rituelle Induktion des Orakels benutzt (etwa 500 v.Chr.), der neben der Heilung hellseherischen Zwecken diente. Der Kult des Asklepios wurde im Jahr 291 v. Chr. nach Rom übertragen, wo er als Äskulap verehrt wurde. Heute gilt der Äskulapstab in vielfältiger Form als Symbol des medizinischen Standes.
Was ist Hypnose?
Hypnose ist keine Magie, Hypnose hat auch nichts mit ¸bersinnlichen Kräften zu tun. Die Wirkung beruht einzig und allein auf der Vorstellungskraft des Klienten, die durch den Hypnotiseur gezielt gelenkt wird.
Hypnose ist die Nutzung eines ohnehin vorhandenen Bewusstseinszustandes. Die Gehirnaktivitäten einer Person in Hypnose unterscheiden sich von denen während des Schlafs. Deshalb ist das Erleben in Trance am ehesten vergleichbar mit dem Erleben während eines Wachtraumes, z.B. kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen. Obwohl tief entspannt, ist man gleichzeitig mental sehr wach.
Wie kann man Hypnose erreichen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hypnose bzw. eine hypnotische Trance zu erreichen. Letztendlich bündelt man seine Aufmerksamkeit sehr stark auf das was der Hypnotiseur sagt, dabei rücken alle anderen Umgebungsreize in den Hintergrund. Im Prinzip passiert dabei nichts anderes, als wenn man sehr konzentriert ein Buch liest oder einen spannenden Film sieht und dabei alles um sich herum vergisst.
Bin ich dem Hypnotiseur ohne Kontrolle willenlos ausgeliefert?
Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden. Ebenso wenig kann man entgegen ureigenen ‹berzeugungen oder Wertvorstellungen beeinflusst oder zu irgendetwas gezwungen werden. Man würde aus der Hypnose erwachen, wenn der Hypnotiseur dies versuchen würde, da das Urteilsvermögen auch in Hypnose nie völlig ausgeschaltet ist. Wie bei jeder Art von Therapie ist auch für die Hypnosetherapie eine Vertrauensbasis zwischen Klient und Therapeut nötig. Der Hypnotiseur gibt Suggestionen (Vorschläge, Anregungen), die man sowohl annehmen als auch ausschlagen, oder besser noch individuell verändern kann, bis diese für einen selbst als passend empfunden werden.
In Hypnose ist man sehr empfänglich für Suggestionen für geistige, emotionale und körperliche Veränderungen. Suggestionen sind als Vorschläge zu verstehen, die man sowohl annehmen als auch ausschlagen, oder besser noch individuell modifizieren kann, bis diese für einen selbst als passend empfunden werden.
Stimmt es, dass man sich nach der Hypnose an nichts mehr erinnern kann?
Nein. Meist kann man sich an alles erinnern, was während der Hypnose geschieht. Man kann während der Hypnose auch an andere Dinge denken.
Bin ich überhaupt hypnotisierbar?
Jeder Mensch ist hypnotisierbar, die Ausnahme bilden geistig Behinderte oder sehr kleine Kinder. Die erreichbare Tiefe der Hypnose variiert jedoch von Mensch zu Mensch. Sie ist abhängig von der individuellen Vorstellungskraft und dem Vertrauen des Klienten. Wenn man den Wunsch hat, ist es ganz leicht in Hypnose zu gehen.
Wie fühlt man sich während der Hypnose?
Der Hypnotisierte ist körperlich tief entspannt. Der Geist ist aber hellwach. Das Zeitgefühl geht verloren, die Umwelt wird unwichtig, man fühlt sich sehr wohl - wie ein Kurzurlaub für Körper und Seele. Es gibt von der Tiefe der Entspannung nichts Vergleichbares.
Wie lange dauert eine Hypnosebehandlung?
Die Behandlung an sich dauert ca. 45 bis 60 Minuten, in seltenen Fällen auch länger, maximal aber 90 Minuten. Vor der Ersthypnose – und auch, wenn mit einem neuen Thema begonnen wird – führe ich ein Vorgespräch von ca. 30 – 60 Minuten, um sicher zu gehen, dass die Hypnose für Sie unbedenklich ist, bzw. auch um mich auf den Fall vorbereiten zu können, Sie emotional auffangen zu können.
Wie lange hält die Wirkung der Hypnose an? Wie viele Sitzungen benötige ich für was?
Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Grundsätzlich kann man sagen, je schwerer die Beschwerden, je länger sie schon vorhanden sind, umso mehr Sitzungen benötigt man. Für eine Raucherentwöhnung z. B. setze ich im Normalfall 3 Sitzungen an. Wenn dann z. B. nach geraumer Zeit wieder ein Rauchverlangen auftritt, mache ich noch eine Auffrischungssitzung. Für eine Gewichtsabnahme benötige ich ca. 7 Sitzungen. Bei Selbstwertproblemen können manchmal 1 – 2 Sitzungen schon vollkommen ausreichen. Es kommt auch immer auf die Rahmenbedingungen des Einzelnen an, soziales Umfeld, Beruf, gesundheitliche Verfassung usw. und so erklären sich auch die Unterschiede der Wirkungsweise und –dauer.
Gibt es bei Hypnose irgendwelche Nebenwirkungen?
Vorausgesetzt Hypnose wird von einem fachkundigen Therapeuten ausgeführt, ist sie absolut nebenwirkungsfrei. Es gibt einige wenige Erkrankungen, bei denen Hypnose im Normalfall nicht angewendet werden sollte. Ein Arzt, Psychotherapeut oder Heilpraktiker hat gelernt, diese zu diagnostizieren und kennt die Grenzen seiner Möglichkeiten. Daher ist vor jeder Hypnose eine Befunderhebung notwendig.
Kann es sein, dass man nicht mehr aus der Hypnose zurückkommt?
Nein. Auch wenn der Hypnotiseur den Raum verlassen würde, würde man von alleine wieder wach werden. Man ist ja im Grunde einfach nur sehr vertieft. Außerdem stellt jeder verantwortungsbewusste Hypnosetherapeut sicher, dass Sie wieder zu vollem Wachbewusstsein zurückkehren, nachdem die Sitzung beendet ist.
Wie tief muss die Hypnose sein, damit diese Wirkung zeigt?
Es gibt verschieden tiefe Hypnosestadien. Vereinfacht kann man leichte, mittlere und tiefe Trance unterscheiden. Für Veränderungswünsche reicht eine leichte bis mittlere Trancetiefe aus, in dieser der Klient alles bewusst wahrnimmt und sich hinterher an den Inhalt erinnern kann. Die tiefe Trance wird hauptsächlich bei Operationen verwendet.
Was ist das Unterbewusstsein?
Das Unbewusstsein ist ein Begriff für psychische Vorgänge, die dem Bewusstsein nicht ohne hierfür geeignete Maßnahmen zugänglich sind. ‹ber das Unterbewusstsein gibt es verschiedene Lehrmeinungen. Viele Hypnosetherapeuten sehen das Unbewusstsein als Speicher aller Erfahrungen und allen Wissens, das wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben. Hier liegen verborgene Ressourcen versteckt, die uns zum Teil nicht willentlich zugänglich sind. In Träumen oder in hypnotischer Trance bekommen wir viel leichter Einblick und Zugang zu diesen verborgenen Bereichen unseres Gehirns.
Hypnose, medizinische Hypnosetherapie, Heilhypnose, Hypnotherapie: Was ist der Unterschied?
Als klinische Hypnosetherapie wird die medizinisch-, therapeutische Anwendung von Hypnose zum Zwecke der Heilung bezeichnet. Manchmal wird auch von medizinischer Hypnosetherapie oder Heilhypnose gesprochen, was im Grunde das selbe ist. In Deutschland benötigt ein Hypnotiseur, der Hypnose zur Heilung einsetzt, eine medizinische Zulassung (z.B. Approbation oder Erlaubnis zu Aus¸bung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz). Hypnotherapie ist lediglich die englische Bezeichnung für Hypnosetherapie.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an mich.